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Wohnraumlüftung

Raumlufttechnische Anlagen und intelligente Haustechnik sind heutzutage Standard in modernen Gebäuden. Sie sorgen für gute Luft. Regelmäßiger Filtertausch ist eine der Grundlagen für die gute Luftqualität. Eine visuelle Überprüfung der Kanäle in regelmäßigen Abständen ist notwendig, um den Grad der Ablagerungen feststellen zu können. Die Erfahrung zeigt, dass eine Reinigung der Kanäle alle acht bis zwölf Jahre empfehlenswert ist.

§D Darstellung eines Wohnungsgrundrisses mit Ventilatoren
Bild: Helios Ventilatoren GmbH + Co. KG

Saubere Luftleitungen erhöhen den Wohnkomfort, denn die Lüftungsanlage sorgt für ein behagliches und gesundes Raumklima. Der Energieverbrauch sinkt und die Lebensdauer der elektrischen Komponenten erhöht sich.

Neben dem regelmäßigen Filtertausch und der Kontrolle des Kondensatablaufs, die von den Nutzern erledigt werden können, umfasst die Wartung und Reinigung einer kontrollierten Wohnraumlüftung folgende Aufgaben, für die qualifiziertes Fachpersonal gefragt ist.

Mann inspiziert Rohr mit Kamera
Bild: Wöhler Technik GmbH

Alle vier bis sechs Jahre sollten die Luftleitungen inspiziert werden. Mit Hilfe der visuellen Inspektion können Fachleute den Betreibern direkt zeigen, wie es darin aussieht. Wird ein Mangel erkannt, lässt er sich punktgenau orten, sodass er mit möglichst geringem Aufwand behoben werden kann. Je nach Luftleitungsquerschnitt und baulicher Gegebenheit werden üblicherweise HD-Kameras oder Endoskope eingesetzt, die über Foto- und Videoaufzeichnungen eine Dokumentation ermöglichen.

Von Vorteil ist, wenn die Inspektionskamera per App Inspektionsberichte erzeugen und ein umfassendes Bild über den Zustand der Lüftungsanlage geben kann. Im Allgemeinen zeigen Fachleute den Betreibern im Anschluss den Erfolg der Reinigung.

Wenn sich bei der Inspektion zeigt, dass Bedarf für eine Reinigung besteht, wird festgelegt, auf welche Art am besten gereinigt wird. Neben den Ergebnissen der Inspektion sind dafür Material und Größe der Lüftungsanlage entscheidend. Bei allen Reinigungsarbeiten ist darauf zu achten, dass eine Absaugung die Verschmutzungen sicher entfernt und der Arbeitsbereich sauber bleibt. Die Absaugung kann entweder direkt am bearbeiteten Luftdurchlass oder in Verbindung mit leistungsfähigen Staubfallen am Verteiler eingesetzt werden. Erfahrene Fachbetriebe entscheiden im Vorfeld, welche Vorgehensweise die bessere ist.

Für Wohnraumlüftungsanlagen kommt in der Regel die Bürsten- oder Druckluftreinigung in Betracht. Welches Verfahren den besten Reinigungserfolg erzielt, kann der Fachbetrieb beurteilen. Wichtige Kriterien sind die baulichen Gegebenheiten vor Ort, z.B. Zugänglichkeit, Einbauten (Schalldämpfer, Bögen), Verschmutzungsgrad der Luftleitungen, Luftleitungsquerschnitt (rund, oval, eckig), sowie das verbaute Material (Kunststoff, Wickelfalz, Faserzemente etc.).

Die verbauten Lüftungskanäle in den einzelnen Geschossen werden mittels rotierender Bürsten und / oder Druckluft gereinigt. Die gelösten Ablagerungen werden durch Unterdruck abgesaugt.

Beim Bürstenreinigungsverfahren löst eine rotierende Bürste den Schmutz von den Oberflächen. Damit sowohl runde als auch ovale und eckige Kanäle fachgerecht gereinigt werden können, gibt es Reinigungsbürsten in unterschiedlichen Größen und Härtegraden.

Reinigungsgerät
Bild: Wöhler Technik GmbH
Bildmontage Reinigungsgerät in Wohnraum
Bild: Wöhler Technik GmbH

Insbesondere für Flachkanäle kann bei Bedarf auch das Druckluftreinigungsverfahren eingesetzt werden. Für Wohnraumlüftungsanlagen eignen sich vor allem Helikopterdüsen. Sie können wahlweise vorwärts- oder rückwärtsblasend eingesetzt werden. Leistungsfähige Kompressoren lösen Verschmutzungen und blasen sie zur Absaugung. Reinigungsfäden erhöhen die Reinigungsleistung im Eckbereich. Mit diesem Werkzeug können auch kleine, ovale Luftleitungsquerschnitte gereinigt werden.

Bild: Wöhler Technik GmbH

Auch bei dezentralen Lüftungssystemen ist eine regelmäßige Überprüfung und Reinigung der Komponenten zu empfehlen, um die Energieeffizienz dauerhaft zu erhalten und eine möglichst lange Lebensdauer des Lüftungssystems zu erreichen.

Messung einer Lüftungsanlage
Bild: Wöhler Technik GmbH

Für effizientes Lüften sind die Volumenströme entscheidend. Berechnet werden sie für Wohnraumlüftungsanlagen gemäß DIN 1946-6 „Raumlufttechnik – Teil 6: Lüftung von Wohnungen – Allgemeine Anforderungen, Anforderungen an die Auslegung, Ausführung, Inbetriebnahme und Übergabe sowie Instandhaltung“. Aufgrund der detaillierten, raumweisen Berechnung ist klar, wie viel Luft in die Zulufträume (z.B. Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafräume) strömen soll, und wie viel aus den Ablufträumen (Küche, Bad, WC, Hauswirtschaftsraum) abzutransportieren ist.

Damit das berechnete Luftvolumen in den Räumen ankommt, stellt der Fachbetrieb bei zentralen Systemen am Lüftungsgerät die Gesamtluftmenge für jede Lüftungsstufe ein. Das anschließende Einregulieren der Luftmengen in den einzelnen Räumen erfolgt mit Messgeräten, die an jedem Luftdurchlass den Volumenstrom messen.

Häufig kommen dafür Flügelradanemometer mit Trichter zum Einsatz, manchmal werden auch Flächenhitzedrahtanemometer oder Nulldruckkompensationsmessinstrumente verwendet. Jede Veränderung, z.B. das Verdrehen des Ventils oder das Verstellen von Drosselklappen bei zentraler Luftmengeneinstellung, beeinflusst die Luftmengen. Deshalb sind in der Regel mindestens zwei Messdurchgänge erforderlich, bis eine Lüftungsanlage jeden Raum mit der geplanten Luftmenge versorgt. Es gilt, an jedem Ventil die berechnete Luftmenge mit einer maximalen Abweichung von 10 % vom Sollwert einzustellen.

Bei Nutzungsänderungen im Gebäude ist zu überprüfen, ob die berechneten Volumenströme für die neue Nutzung angepasst werden sollten. Wenn die saubere Wohnraumlüftungsanlage korrekt eingestellt ist und dies für jeden Raum protokolliert wurde, genügt bei der Wartung bzw. Reinigung der Anlage in der Regel eine Kontrolle der Luftmengen am Gerät und in den Räumen.

Vorteile regelmäßiger Inspektion und Wartung

Familie sitzt auf Couch im Wohnzimmer
Bild: iStock/fizkes

Effizienz der Lüftungsanlage

Eine Lüftungsanlage kann die Lüftungswärmeverluste und damit die Heizkosten erheblich verringern. Regelmäßige Wartung und Reinigung durch einen Fachbetrieb tragen dazu bei, die Effizienz und Leistungsfähigkeit der Wohnraum­lüftungs­anlage zu erhalten.

Verbesserte Raumluftqualität

Die Raumluftqualität verbessert sich und damit die Lebensqualität, der Menschen, die in der Wohnung leben.

Optimaler Betrieb

Kleine Schäden, die bei der Inspektion entdeckt werden, können direkt und unkompliziert behoben werden. Durch die Wartung arbeitet die Lüftungsanlage wie gewünscht: Leise, sauber, stromsparend und kaum bemerkbar. Außerdem bleiben Pollen, Schmutz, Lärm und Insekten draußen.

Regelwerke

Inspektion, Wartung und Betrieb von Lüftungsanlagen sind durch verschiedene Gesetze, Normen und Richtlinien definiert.

Unternehmen

Die hier genannten Unternehmen sind im Bereich der Reinigung von Wohnraumlüftungsanlagen tätig. Mit einem Klick auf den entsprechenden Button können Sie die Auswahl auf ein Bundesland beschränken. 

AIRTECH TGA GmbH-Logo

Unter Hasslen 18
78532 Tuttlingen-Möhringen
Tel.: +49 7462 923308 0
Fax: +49 7462 923308 3
E-Mail: info@airtech-tga.de
Internet: www.airtech-tga.de

Biostates GmbH-Logo

Bertha-Benzstraße 7b
76532 Baden-Baden
Tel.: +49 7221 8589826
E-Mail: info@biostates.de
Internet: www.biostates.de

Günther Bautechnik GmbH-Logo

Wassertalfleck 1
83132 Pittenhart
Tel.: +49 8624 2789
Fax: +498624 829145
E-Mail: info@lueftungsreinigung.bayern
Internet: www.lueftungsreinigung.bayern

HP Industrie-, Gebäude- u. Lüftungsreinigung-Logo

Britzingerweg 30
79379 Müllheim
Tel.: +49 7631 1749 666
Fax: +49 7631 175449
E-Mail: info@hp-sauber.de
Internet: www.hp-lueftungsreinigung.de

IGIENAIR GmbH-Logo

Am Hardtwald 6
76275 Ettlingen
Tel.: +49 7243 3699 101
Fax: +49 7243 3694 943
E-Mail: kontakt@igienair.com
Internet: igienair.de/

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85435 Erding
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